Gänsbacher, Johann Baptist

* 8. Mai 1778 in Sterzing - † 13. Juli 1844 in Wien

Johann Baptist Gänsbacher wurde am 08. Mai 1778 in Sterzing geboren. In seiner Kindheit und Jugend war er Sängerknabe in Innsbruck und Hall, später in Bozen.
Ende des 18. Jahrhunderts begann er in Innsbruck ein Studium der Philosophie und des Rechts, ehe ab 1801 in Wien und Darmstadt Komposition bei Georg Joseph Vogler und Johann Georg Albrechtsberger studierte.
Über Innsbruck, wo Johann Baptist Gänsbacher die Universität besuchte, kam er 1801 nach Wien um Musik zu studieren. Nach Wanderjahren in Prag, Dresden, Leipzig, Darmstadt, Mannheim und Heidelberg, wo Gänsbacher u. a. Carl Maria von Weber und Giacomo Meyerbeer kennen lernte, kehrte er nach Tirol zurück und gründete dort 1815 die erste Militärmusik der Tiroler Kaiserjäger. Zuvor trat er beim „Fenner-Jäger-Regiment“ aktiv in den Militärdienst ein und brachte es dabei bis zum Oberleutnant.
Im Jahre 1823 wurde Johann Baptist Gänsbacher zum Domkapellmeister am Wiener Stephansdom berufen. Diese Stellung hatte er bis zu seinem Tod im Jahre 1844 inne. Auf dem Zentralfriedhof in Wien fand er seine letzte Ruhestätte.
Sein kompositorisches Schaffen umfasst etwa 250 Werke, davon 35 Messen, 7 Requien, 6 Vespern, 6 Litaneien, 121 Offertorien und Kammermusik sowie Lieder, Vokal- und Instrumentalwerke. Gänsbacher komponierte sowohl weltliche wie auch geistliche Musik, wobei er während seiner Stellung als Domkapellmeister fast nur kirchliche Musik schuf. Unter seinen frühen Werken befinden sich auch einige Auftragskompositionen. Während der Zeit seiner Militärzugehörigkeit schuf er darüber hinaus  rund 30 Werke für Blasmusik, hauptsächlich Märsche.

Werkverzeichnis:

Werkverzeichnis Gänsbacher

Die Musik wird treffend als Sprache der Engel beschrieben.

Thomas Carlyle

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