Goller, Vinzenz

* 9. März 1873 in St. Andrä bei Brixen - † 2. September 1953 in St. Michael im Lungau

Vinzenz Goller wurde am 09. März 1873 in St. Andrä bei Brixen geboren. Sein Vater war Volksschullehrer, Mesner, und Organist, die Mutter 80 Jahre lang Kirchenchorsängerin. Schon früh wirkte er als Sängerknabe im Kloster Neustift(1885-1888) und als Organist. Als Student erhielt er eine umfassende Ausbildung im Choral- und Chorsingen, Orgel-, Violin- und Waldhornspiel. In dieser Zeit lernte er Josef Gasser und Ignaz Mitterer kennen. Von 1888-1892 studierte er an der  Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck.
Weitere musikalische Bildungswege erfolgten bei Wenzel Skop und im Musikverein, u. a. bei Josef Pembaur d. Ä. Darüber hinaus wirkte er bei Kirchenchören als Sänger, Geiger, Hornist und Organist mit.  Als Dirigent und Organist nimmt er Privatstunden bei Josef Rheinberger in München. 1898 absolviert er ein Studienjahr an der Kirchenmusikschule in Regensburg bei Franz Xaver Haber, Michael Haller und Georg Jakob. Ab 1903 verlässt er den Schuldienst und ist nur mehr als Pädagoge, Dirigent, Organist und Organisator für die Kirchenmusik tätig 1910 wird er als Professor zur Gründung und Leitung einer Kirchenmusikabteilung an der Musikakademie Wien (Sitz Klosterneuburg) berufen. Dort bleibt er bis zum Ruhestand.
Kompositorisch widmete sich Vinzenz Goller bis ins hohe Alter hauptsächlich der Kirchenmusik. Von ihm stammen eine fast unüberschaubare Reihe an Messen,  Requien, Motetten, Proprien, Offertorien, Tantum ergo, Marienlieder usw. Er schrieb aber auch profane Werke und das Lied „Tirol isch lei oans“.

Werkverzeichnis:

Werkverzeichnis Goller Vinzenz

In der Politik ist es wie im Konzert:
Ungeübte Ohren halten das Stimmen
der Instrumente schon für Musik.

Amintore Fanfani

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