Ploner, Josef Eduard

* 04.02.1894 in Sterzing - † 23.06.1955 in Innsbruck

Josef Eduard Ploner besuchte in Innsbruck die Lehrerbildungsanstalt. Gleichzeitig studierte er bei Josef Pembaur und Josef Schwammel in Innsbruck, Augsburg und Wien Musik, wo er 1919 die Staatsprüfung ablegte. Nach Verwendung als Lehrer in verschiedenen Orten Tirols ließ er sich in Innsbruck nieder, gründete und leitete Chöre und gab Konzerte auf der Orgel und als Cembalist.

1933 trat Ploner der NSDAP bei und avancierte zur führenden Persönlichkeit im Tiroler Musikleben zur NS-Zeit. Auch war er die treibende Kraft in der 1934 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Tiroler Komponisten.

1942 gab er das Liederbuch „Hellau“ heraus, das Propaganda– und Volkslieder enthielt, darunter auch das von Ploner vertonte antisemitische Gedicht Tiroler Volkssturm 1944 des Imster Mundartdichters Jakob Kopp.

1952 schrieb Ploner die Symphonie in Es-Dur. Der erste Satz mit der Bezeichnung Ahnenerbe nimmt Bezug auf das SS-Ahnenerbe, das die Theorie der arischen Herrenrasse wissenschaftlich untermauern sollte. Daneben wird in zwei Sätzen der Symphonie die Melodie von Wach auf du deutsches Land, das auch in der NS-Propaganda verwendet wurde, zitiert.

Zu Ploners Schülern gehörten Peter Suitner, Sepp Tanzer, Sepp Thaler und Anton Erich Kratz.

Ploner hinterließ ein umfangreiches kompositorisches Werk von über 200 Opuszahlen.

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

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