Seipenbusch, Edgar

* 18. August 1936 in Velbert bei Düsseldorf - † 11. April 2011

Edgar Seipenbusch wurde am 18. August 1936 in Velbert bei Düsseldorf geboren. 1956 begann er mit dem Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln in den Fächern Violine, Klavier, Kammermusik und Komposition. Bereits 1958 wirkte er als Geiger beim Kölner Hochschulstreichquartett und dem Rheinischen Kammerorchester mit.
1961 fing er sein Kapellmeisterstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Hans Swarowsky an, das er 1962 mit Auszeichnung abschloss. Anschließend erfolgten zahlreiche Konzerte mit allen Wiener Orchestern und in vielen Ländern Europas. Operngastspiele absolvierte er in Kiel und Frankfurt, ehe er von 1967-1972 als 1. Opernkapellmeister in Graz und von 1972-1992 als Musikdirektor der Stadt Innsbruck (Chefdirigent des Innsbrucker Symphonieorchesters und Opernchef des Tiroler Landestheaters) erfolgreich wirkte.
1982 wurde er von Lorin Maazel als Gastdirigent an die Wiener Staatsoper für Produktionen von „Don Pasquale“, „Der Rosenkavalier“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“, verpflichtet. Darüber hinaus unternahm Edgar Seipenbusch zahlreiche Konzertreisen mit dem Mozarteum Orchester Salzburg (Barcelona), dem Wiener Kammerorchester (Hongkong) und mit dem Wiener Opernballorchester und dem Sinfonieorchester der Volksoper (Japan). Er dirigierte unter anderem die Slowenische-, Zagreber- und Brünner Philharmonie, Slowakischen Philharmonie, das Berliner Symphonieorchester, das Leipziger Rundfunk- und Gewandhausorchester, in Dresden die Philharmoniker und die Staatskapelle, das Münchner Rundfunkorchester, die Moskauer Philharmoniker, sowie alle österreichischen Orchester.
Im Teatro Massimo Bellini von Catania leitet er Proben und Vorstellungen von „Ariadne auf Naxos“ und „Die lustige Witwe“ mit internationaler Sängerbesetzung.
Neben zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen spielte Edgar Seipenbusch mit dem Wiener Kammerorchester und dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester 15 Langspielplatten für die Musical Heritage Society in den USA ein. Die Aufnahme der 2. Symphonie von Zemlinsky mit der Slowakischen Philharmonie (Pacific Records Hong Kong) erhielt den Deutschen Schallplattenpreis. Eine weitere Aufnahme mit Werken Franz Schrekers ist erschienen.
Seipenbusch arbeitet seit Jahren intensiv mit dem Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen in der Dirigentenaus- und -fortbildung zusammen.
Seine überaus erfolgreiche künstlerische Tätigkeit wurde unter anderen hohen Auszeichnungen mit dem Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck und dem Verdienstkreuz des Landes Tirol gewürdigt.

Werkverzeichnis:

Werkverzeichnis-Seipenbusch

Die Musik wird treffend als Sprache der Engel beschrieben.

Thomas Carlyle

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