Somma, Siegfried

* 23. Oktober 1910 in Villach - † 9. November 1994 in Innsbruck

Siegfried Somma wurde am 23.10.1910 in Villach geboren. Bereits mit acht Jahren erhielt er den ersten Musikunterricht in Violine. Mit 14 Jahren war er bereits Geiger in einem Amateurorchester und gründete bald danach ein eigenes Unterhaltungsorchester. Daneben erlernte er den Beruf eines Kaufmannes. Die weitere musikalische Ausbildung erhielt er am Mozarteum in Salzburg von 1929 bis 1936, die er mit der Reifeprüfung im Hauptfach Violoncello und Dirigieren abschloss.
Ab 1939 besuchte wurde er den dreijährigen Musikmeisterlehrgang der deutschen Wehrmacht nach Berlin, den er 1941 vorzeitig beendete. Als Chef des Ulmer Pionierbataillons 5 machte er die Balkan- und Russlandfeldzüge mit, geriet gegen Kriegsende in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde in ein Lager nach Salzburg gebracht. Nach dem Krieg war Somma maßgeblich am Wiederaufbau des Mozarteumorchesters beteiligt, wo er als Solocellist und Orchestervorstand tätig war. Von 1957 bis 1971 war er Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Tirol bzw. der Militärmusik beim Jägerbataillon 22 bzw. der 6. Gebirgsbrigade.
Nach 14-jähriger höchst erfolgreicher Tätigkeit wurde ihm der Berufstitel Professor zuerkannt. 1971 trat er in den Ruhestand, blieb aber weiterhin im Rahmen des Tiroler Blasmusikverbandes aktiv. So leitete er die Rettenberger Musikkapelle Swarovski Wattens (1969 – 1984), die Bundesmusikkapelle Zell/Ziller (1969 – 1993) und war 1971 Mitbegründer der „Original Tiroler Kaiserjägermusik“, die er im In- und Ausland zu höchstem Ansehen führte. Siegfried Somma machte sich auch als Komponist und Arrangeur einen glänzenden Namen. Militärkapellmeister Siegfried Somma verstarb am 10.11.1994 in Innsbruck.
Sein Nachfolger als Militärkapellmeister und Kapellmeister der Original Tiroler Kaiserjägermusik , Hannes Apfolterer, schrieb ihm zu Ehren den „Siegfried Somma-Marsch“.

Werkverzeichnis:

Werkverzeichnis-Somma

In der Politik ist es wie im Konzert:
Ungeübte Ohren halten das Stimmen
der Instrumente schon für Musik.

Amintore Fanfani

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