Weissbacher, Gottlieb

* 29. Dezember 1907 in Innsbruck - † 20. September 1988 in Natters

Gottlieb Weissbacher wurde am 29. 12. 1907 in Innsbruck geboren. Seine Jugendzeit verbrachte er in Wörgl. Von 1920 bis 1921 besuchte er die Bürgerschule in Salzburg, wo er auch am Mozarteum ersten Unterricht in Violine bekam. Nach seiner Rückkehr nach Tirol, brachte er sich selbst das Spiel auf dem Flügelhorn bei und trat in die Jugendmusikkapelle Wörgl ein. 1923 wird er Kapellmeister der Musikkapelle Wörgl. In diese Zeit fallen bereits die ersten Kompositionen. Von 1926 bis 1927 leistet Weissbacher seinen Militärdienst bei der Militärmusik in Innsbruck ab und vervollkommnet dort sein Flügelhorn- und Trompetenspiel. 1927 tritt er nach seiner Militärdienstzeit in den Postdienst ein, dem er bis zu seiner Pensionierung 1964 treu bleibt. 1930 spielt Weissbacher mit 4 anderen Musikern beim Packträger-Ball in einem Innsbruck Gasthof auf. Die Gruppe nennt sich „Die 5 lustigen Inntaler“. Von da an folgten zahlreiche häufige Auftritte und es entstanden erste Schellack-Aufnahmen. Von 1942 bis 1945 gehört er verschiedenen Militärkapellen an. Nach Kriegsende formieren sich sie von ihm gegründeten Inntaler in erweiterter 8 Mann-Besetzung: zwei Flügelhörner, Klarinette, Posaune, Basstuba, Ziehharmonika, Volksharfe und Schlagzeug, neu. In kürzester Zeit hatte dieses Ensemble einen weit über die Grenzen Österreichs hinausreichenden Ruf. Neben der musikalischen Führung der „Fidelen Inntaler“ leitete Gottlieb Weissbacher die Musikkapelle Natters, von 1964 – 1972 die Postmusik Innsbruck und war als Flügelhornist Mitglied der Stadtmusikkapelle Innsbruck-Wilten unter Sepp Tanzer. Am 20. September 1988 verstarb Gottlieb Weissbacher unerwartet in Natters an einem Herzinfarkt. Am 24. September wird er in einem Ehrengrab der Gemeinde Natters beigesetzt Weissbacher hinterlässt eine rund 400 Kompositionen, die zum überwiegenden Teil für „seiner Besetzung“ komponiert und instrumentiert wurden.

Werkverzeichnis:

Werkverzeichnis-Weissbacher

Die Musik wird treffend als Sprache der Engel beschrieben.

Thomas Carlyle

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